Politik/Anträge - interessenverbund-ivd

Interessenverbund-IVD

"WIR ALLE SIND DEMMIN"

Direkt zum Seiteninhalt
Wozu braucht die CDU/FDP/UWG Fraktion die Hauptsatzung?
Sie haben doch die Mehrheit!!
Was ist das für ein Tohuwabohu oder sagt man besser Kuddelmuddel, was da mit dem Dienstende von Altbürgermeister Koch in das Rathaus einzog. Die gewählte Stadtpräsidentin verabschiedet sich aus ihrem Amt äußerst formlos und ohne Unterschrift. Diese Mitteilung hätte also auch von Heini Meier stammen können. Nachdem die Stadtpräsidentin ihren Rücktritt ihren Parteifreunden schon mal mitgeteilt hat, steht überraschender Weise auch schon der Nachfolger fest, es ist der ehemalige Stadtpräsident Eckhardt Tabbert. Sogar der 1. Stellvertreter Herbert Frank (CDU) steht schon fest und bereit, obwohl die 1. Stellvertreterin noch gar nicht zurückgetreten ist. Aber der Hauptausschuss wartet schon auf Frau Kathrin Giebener-Trost (UWG-Fraktion) Ein  Schuft, wer Böses dabei denkt! Und was sagt der IVD dazu?
Das:
Beitrag IVD Fraktion zur Aussprache Stadtvertretersitzung am 13.10.2021
 
Anrede!!!
 
Das was hier heute in Szene gesetzt werden soll, ist nicht nur Ausdruck des „desaströsen Zustand“ um mit Ihren eigenen Worten sprechen, der Demminer CDU Fraktion sondern auch Ausdruck für eine schon lange spürbare Zählgemeinschaft von CDU/ FDP und UWG. Unabhängigkeit wird abgelegt, die erste Stellvertreterin der Präsidentin soll Bauernopfer werden, zu Gunsten von D`Honth.
 
Und alles das soll geschehen mit einer geradezu unglaublichen Ignoranz gegenüber unserer Hauptsatzung, die einfach nicht beachtet, ja man kann sagen, mit diesen Anträgen außer Kraft gesetzt werden. Das ist in dieser Form ein beispielloser Vorgang
 
Wir haben nichts dagegen, Eckhart Tabbert zum  neuen Präsidenten, zu wählen. Er hat es schon mal, damals noch als LINKER Stadtvertreter, ganz gut gemacht, und sich nach Auffassung eines Stadtschreibers, zu einem politischen Dinosaurier entwickelt.
Das was hier heute geschehen soll, geht so aber nicht. Die erste Stellvertreterin der Präsidentin ist nicht zurückgetreten, Sie ist von der Mehrheit der Stadtvertreter, aus deren Mitte gewählt.
Zwei von Vier Mitgliedern des Präsidiums (der Präsident zählt mit), sollen neu gewählt werden, das sind 50%.
Da stellen wir als IVD Fraktion schon mal den Antrag, das Präsidium, wenn es dann zurückgetreten ist,
in Gänze neu zu wählen.
Und zwar so wie es unsere Kommunnalverfassung vorsieht.
 
Dort steht in § 28 KV M-V – Konstituierung der Gemeindevertretung, Vorsitz
 
Absatz  (2) In hauptamtlich verwalteten Gemeinden wird unter der Leitung des ältesten Mitglieds aus der Mitte der Gemeindevertretung die oder der Vorsitzende gewählt. Das älteste Mitglied verpflichtet die gewählte Person durch Handschlag auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten und übergibt ihr die Leitung der Sitzung.

Und damit man zukünftig Rechtssicherheit hat, haben wir nachfolgenden Antrag an die Rechts- und Kommunalaufsicht geschickt.
Mit den parlamentarischen Regeln noch nicht so vertraut?
Sicher mag man den Antrag des IVD, die Plätze in den Ausschüssen, die durch teilweise Auflösung der AfD Fraktion verwaist sind, neu auszuzählen, kritisch sehen, aber er besteht zu Recht.
Nun  meint Frau Thiel, es sehe danach aus, als wolle man die AfD aus den Ausschüssen abwählen, Mit dieser Aussage macht sie überdeutlich, dass sie mit den parlamentarischen Regeln noch nicht so vertraut ist. Mit solchen Aussagen will Frau Thiel die AfD, so wie es bei dieser Partei üblich ist, als Opfer gerieren.
Sie warnt sogar davor, „die AfD aus den Ausschüssen abzuwählen“, und führt aus, damit würde der Wählerwille von 20 Prozent der Demminer vom Tisch gewischt.
Dabei übersieht sie bewusst oder unbewusst, es waren Mitglieder ihrer Fraktion die diese Fraktion verlassen haben und damit den Wählerwillen (von 20 Prozent) mit Füßen getreten haben und es ist ein Versagen eben dieser Partei, dass sie nicht genügend Kandidaten auf ihrer Liste hatte, um Nachrücker zur Verfügung und damit Ersatz für die verlassenen Sitze zu haben.
Nun einfach die verlorenen Plätze für sich zu beanspruchen, widerspricht schlicht und einfach den parlamentarischen Regeln. Und da  wäre es gut, wenn sich diese Partei endlich einmal damit befassen würde, sie zu verstehen, zu akzeptieren um sie dann auch den Regeln entsprechend anzuwenden.
Und was die frischen Ideen angeht: Es reicht nicht aus, populistische Forderungen zu stellen. Sie müssen auch mach- und finanzierbar sein.
@wholst 21.03.2021
"Es herrscht Stillstand in Demmin"
Manchmal fragt man sich schon, warum dies dem einen oder anderen Reporter auch mal auffällt, wie es um die Stadt bestellt ist. Gerade wurde der Bürgermeisterkandidat der CDU vorgestellt, mit seit 16 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung. Der erklärt in dieser Vorstellung wie es, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, mit Demmin aufwärts gehen soll. Kritisches Hinterfragen der geäußerten Aussagen des Kandidaten scheint da momentan nicht drin zu sen. Man will den Kandidaten wohl nicht verärgern?
Aber als Fraktionsführer der CDU/FDP, der größten Fraktion im Stadtparlaments Demmins hat T. Witkowski seit Jahren die Möglichkeit, gestaltend für die Stadt tätig zu werden, allerdings muss man feststellen, dass in den letzten Jahren nichts Innovatives aus dieser Fraktion kam, was für die Stadt Früchte getragen hätte.
Betrachtet man die Stadt von außen, dann fragt man sich, was läuft schief in Demmin, dieser ehemaligen Kreisstadt, die seit 30 Jahren von der CDU regiert wird und seit 1990 fast 6000 Einwohner verloren hat. Exodus nennt man das in der Bibel!
Dieser Stillstand ist das Ergebnis 30-jähriger CDU Politik.
Dabei scheint es so einfach, die Stadt auf Vordermann zu bringen. Der zukünftige CDU-Bürgermeister formuliert sein Erfolgsrezept für Demmin so: „Mehr Infrastruktur gleich mehr Arbeitskräfte gleich mehr Kaufkraft gleich mehr Geschäfte gleich mehr Touristen gleich mehr Lebensqualität für die Menschen in unserer Heimatstadt“.
Da frage ich mich jetzt aber schon, warum hat er die Bürgermeister, die ja das gleiche Parteibuch in der Tasche tragen, bei dieser schweren Aufgabe nicht unterstützt? Ihnen Ideen für die Entwicklung dieser Stadt vorgeschlagen? Ihnen hilfreich zur Seite gestanden? Man weiß es nicht.
‚Es wird unsere Aufgabe sein, die Stadt mutig und auf neuen Wegen weiter zu entwickeln“. sagt er. Die Vorzüge Demmins müssten noch weiter in den Vordergrund gestellt werden. Aufbauend auf dem, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde.
Aufbauend auf dem, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde? Lassen wir das „Erreichte“ von Erich Kästner (1899-1974) beschreiben:  
Sie blinzelten mit viel Geduld der Zukunft ins Gesicht. Es blieb, wie´s war. Was war dran schuld? Die Rechnung stimmte nicht.
Addiert die Null zehntausend Mal! Rechnet´s nur gründlich aus! Multipliziert´s mit jeder Zahl! Steht Kopf! Es bleibt euch keine Wahl: Zum Schluss kommt Null heraus.
Natürlich kann sich jede Demminerin und jeder Demminer freuen, wenn das Speicherensemble am Hafen, so wie es die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung am 16.01.2020 zur Abstimmung vorgelegt hat, weiterentwickelt wird, oder die Südbebauung des Marktplatzes, für die so renommierte Architekten wie das Chipperfield Architektenbüro oder der Architekt Peter Haimerl Entwürfe lieferten, endlich in Angriff genommen wird.  Wenn die seit seit ewiger Zeit klaffende Weltkriegswunde am Marktplatz mit einem architektonischen Kunstwerk endlich geschlossen werden würde. Bürgermeister Koch nannte Haimerls Entwurf „einmalig und visionär“.
Aber jetzt weiß man nicht weiter. Und es wird sich auch mit dem nächsten Bürgermeister nichts ändern. Er wird abhängig sein von einer unbeweglichen Mehrheitsfraktion. So ist es in dieser Stadt mit den Entscheidungsträgern: Das Tagesgeschäft heißt zögern und zaudern, ohne Visionen für die Stadt.
Schade für Demmin.
 
wholst 21.10.2020    (ZURÜCK)
Wirtschaftsförderer? Brauchen wir nicht?
 
Demmin befindet sich seit der sog. Wende in einem Abwanderungsstrudel. In den letzten 30 Jahren, seit 1990 hat die Einwohnerzahl von 16094 (1990) auf ca. 10500 (2019) also um fast 35% abgenommen. 1/3 weniger Menschen bedeutet einen riesigen Verlust an Arbeitskräften und ebenso an Kaufkraft.
Demmin hat es in den letzten 30 Jahren versäumt, eine vernünftige Wirtschaftsförderungspolitik zu betreiben.
Vor kurzem erklärte der Bürgermeister noch, das würde von zwei Mitarbeitern mit erledigt.  
Wirtschaftsförderung macht man in dieser Stadt also „so nebenbei“? Man erledigt sie eben „mit“?
Während andere kleine Städte  Fachleute anheuerten, um die Wirtschaft in ihrem Einzugsbereich zu fördern, um vorwärts zu kommen, um Arbeitsplätze zu generieren und zu sichern, hat die Politik der Demminer CDU und die sie tragende Verwaltung  in den vergangenen 30 Jahren in diesem Bereich völlig versagt.  
Wirtschaftsförderung ist eine verwaltungsübergreifende Querschnittsaufgabe, die eine Zusammenarbeit aller kommunalen Handlungsfelder bedingt.
Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen in der Stadt und ist damit Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.
Das bezieht sich nicht nur auf das produzierende Gewerbe, sondern auch auf die Kultur- und Kreativwirtschaft als innovativer Arbeitgeber und auch als wichtiger Imagefaktor und vielseitiger Wirtschaftszweig für die Stadt.  
Die Wirtschaftsförderung übernimmt die Funktionen eines Projektentwicklers und Projektmanagers, zum Beispiel zu den Themen Digitalisierung, Entwicklung von Gewerberaum und Gewerbeflächen, Immobilienentwicklung oder Infrastruktur. Generell muss der Wirtschaftförderer bzw. die Wirtschaftsförderin bei der Erarbeitung von Vorlagen durch die Verwaltung ein Mitspracherecht haben. Welcher Mitarbeiter in der Verwaltung ist dafür zuständig und verantwortlich? Wie viele Wohnungen und Geschäfte stehen hier in Demmin leer?
100.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie wären ja gut angelegt, wenn die Geber denn überhaupt sagen könnten, in welche Richtung diese Machbarkeit gehen soll. Welcher Mehrwert soll damit letztlich generiert werden?
Wenn in dieser Stadt so viel Geld vorhanden ist für etwas, von dem man nicht einmal weiß wohin die Reise gehen soll, dann muss man auch fragen, warum nicht ein Teil dieses Geldes für die Machbarkeitsstudie zur Südbebauung ausgegeben wird.
„Reißt die Bretter von den Stirnen, denn im Ofen fehlt's an Holz!“, dichtete bereits 1927 Erich Kästner und genau das sollten wir endlich tun, nicht weil es uns zu kalt wäre, sondern weil wir in dieser Stadt endlich und notwendig einen klaren Blick nach vorne brauchen.
 
Demmin muss endlich aus dem Knick kommen, bevor wir auch noch, und das wäre für unsere Hansestadt Demmin verheerend, den Status als Mittelzentrum verlieren.
 
wholst 15.03.20
Wir wollen gerne noch einmal daran erinnern 15.02.16 wholst
Villa Heyden Linden
Bedeutend für Demmin war Dietrich von Heyden-Linden für Demmin durch seine Arbeit als Physiker und Erfinder. Bis über das 80. Lebensjahr hinaus lebte und arbeitete er als der einzige anerkannte Privatwissenschaftler in der DDR in seinem eigenen Haus.
Seine Schwester Ilse wurde es erst weit nach ihrem Tod 1949 bekannt. Anlässlich ihres 99. Geburtstages erfolgte 1982 in Demmin eine Ausstellung mit Bildern aus ihrem im Haus des Bruders verbliebenen Nachlass, die auf große Resonanz stieß.

Die Villa der Familie „von Heyden Linden“ steht im Verzeichnis für Baudenkmäler in MV. Für den Käufer solcher Immobilien bedeutet dass, das der Kaufgegenstand nach dem deutschen Einkommensteuergesetz deutschlandweit mit dem Begriff Baudenkmal bezeichnet und steuerlich behandelt wird. Der Denkmalschutz nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften wird jedoch vorausgesetzt. Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes oder Gebäudeteils als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, können steuerlich abgesetzt werden.
Baudenkmale sind in dem Zustand zu erhalten haben, wie sie erstanden wurden. Baudenkmale werden nicht erstanden, um sie abzureißen.
Der Käufer der Heyden-Linden Villa hat ein für Demmin und die Demminer Geschichte wichtiges Baudenkmal auf eine schäbige Art verwahrlosen lassen und hat damit in eklatanter Weise gegen die Erhaltungspflicht nach § 6 des Denkmalschutzgesetz (DSchG M-V) in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. Januar 1998 verstoßen, in der es heißt:
(1) Eigentümer, Besitzer und Unterhaltungspflichtige von Denkmalen sind verpflichtet, diese im Rahmen des Zumutbaren denkmalgerecht instand zu setzen, zu erhalten und pfleglich zu behandeln.
(2) Das Land, die Landkreise sowie die Gemeinden können hierzu durch Zuwendungen beitragen.
(3) Bei allen Entscheidungen nach diesem Gesetz sind die berechtigten Interessen der Eigentümer der Denkmale zu berücksichtigen.
(4) Werden Denkmale nicht mehr entsprechend ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung genutzt, ist durch die Eigentümer eine Nutzung abzusichern, die eine möglichst weitgehende Erhaltung der Substanz auf die Dauer gewährleistet.
(5) Wird in ein Denkmal eingegriffen, so hat der Verursacher des Eingriffes alle Kosten zu tragen, die für die Erhaltung und fachgerechte Instandsetzung, Bergung und Dokumentation des Denkmals anfallen..
Davor sollen sie durch Gesetze geschützt werden
Die Verwaltung hat in Zusammenarbeit mit dem Denkmalsamt dafür zu sorgen, dass die Regelungen eingehalten werden und die Denkmalsbesitzer ihrer Verantwortung gerecht werden.
Auch viereinhalb Jahre nachdem dieser Artikel auf der SPD Seite erschien, hat sich die Verwaltung dieser Stadt nicht sichtbar bewegt, um diesen Missstand abzustellen. Aber auch die Parteien haben in dieser Angelegenheit wenig bzw. gar keinen Druck auf die Verwaltung ausgeübt.
"Was du ererbt von deinen Vätern hast,
erwirb es, um es zu besitzen.
Was man nicht nützt, ist eine schwere Last;
Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen
Was man nicht nützt, ist eine schwere Last.
_____________________
Zitat aus Goethes Faust (Teil I, Nacht)
15.02.16wholst
Angebot des IVD an UWG/CDU/FDP Fraktion.
 
Nach dem erneuten Debakel um einen Gedenkplatz für die Suizidopfer, hat der Interessenverbund Demmin (IVD) den Parteien UWG und CDU/FDP einen Vorschlag zur Gestaltung eines Gedenkplatzes übersandt:

 
Sehr geehrter Herr Tabbert, Herr Witkowski,
 
in der Ausgabe der Demminer Zeitung vom 020120 werden unter Sie Herr Tabbert, unter der Schlagzeile „Gedenkort mit brauner Vergangenheit“ folgendermaßen zitiert: „Eckhardt Tabbert hingegen betonte. dass bislang noch nichts „in Stein gemeißelt“ sei: „Wir sind immer offen für Vorschläge. Wer eine alternative Idee hat. Kann sich gerne bei uns melden“. versichert der UWG-Fraktionsvorsitzende.
 
In der Sitzung vom 04.12.2019 boten wir Ihnen an, sich an dem von der Künstlerin Cora Fisch geschaffenen Gedenkplatz, dem sog. Resonanzfeld zu beteiligen.

Dafür sprechen mehrere Gründe:
 
-          Der Platz ist vorhanden und gut zu erreichen
-          Er liegt nicht weit entfernt von der Anlegestelle vor dem Lübecker - und Berliner Speicher
-          Er ist bereits bepflanzt und mit Bänken versehen.
-          Von dieser Seite wären Suizide auch möglich gewesen
 
Sicher müssten mit Frau Fisch und Frau Schlösser Gespräche geführt werden, wie die Bilder des Zyklus „Brennendes Demmin“ an diesem Platz in einen historischen Kontext gesetzt werden können.
 
Die Gestaltung eines solchen Platzes, der auch die Achtung vor den Toten widerspiegeln soll, kann nicht einfach nur aus dem „Bauch heraus“ entschieden werden, sondern muss wirklich planerisch umgesetzt werden.

Die Gestaltung des Resonanzfeldes erfüllt viele Kriterien einer Gedenkstätte. Es bindet bereits bildnerische und landschaftsgestaltende Elemente zu einem Gesamtkomplex zusammen. Trotzdem fehlt zu einer wirklichen Gedenkstätte einiges und dies sollten wir als Stadtvertreter gemeinsam mit wirklichen Experten klären und abstimmen.
Wir schlagen aber auch vor, einen solchen Platz, als Beitrag zur Geschichte Demmins, von Abiturienten entwickeln zu lassen. Schließlich sind sie es auch, die in den nächsten Jahren mit einem solchen Platz leben sollen (müssen).
 
 
Mit freundlichen Grüßen
Reinhardt Friedrichs
Fraktionsvorsitzender

02.01.20
Es ist in hohem Maße peinlich, dass jemand der aus Bremen zugezogen ist, die CDU/UWG/FDP Fraktion über die historische Bedeutung solcher Flächen aufklären muss.
Zum anderen verwundert es schon, wie zurückhaltend sich der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion Witkowski verhält. Obwohl er doch scheinbar mit zu dieser ominösen, selbsternannten „zuständigen Arbeitsgruppe“ gehört. Er war es doch schließlich, der auf der Sitzung des Hauptausschusses am 4.12.2019 ausführte, dieser Ort (gemeint war wohl irgendein Gedenkort) solle erlebbare Geschichte darstellen, eventuell mit Bildern von Karl Schlösser.
Und jetzt? Brüllende Stille aus dem Ortsverband des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., der ebenso zu den Mitgliedern der „zuständigen Arbeitsgruppe" gehören soll, wie auch aus der CDU-Fraktion.
Hier stellt sich wirklich die Frage, ob man Eckhardt Tabbert bewusst hat gegen die Wand laufen lassen.
Wenn man nicht die gesamte Stadtvertretung zum Gespött Demmins machen will, dann sollte man aufhören, immer neue Orte als Gedenkplatz aus der Tasche zu ziehen. Wir erwarten jetzt, dass sich diese Mehrheitsfraktion zu unserem Vorschlag positioniert.

@wholst 02.01.20
Neuer Gedenkort rückt näher ans Hanseviertel?
 
Natürlich gab es in den vergangenen Wochen viele kritische Stimmen zu einer weiteren Erinnerungsstätte für die Demminer Massenselbsttötungen und die Morde an unschuldigen Kindern durch Familienmitglieder. Wenn von Suizidopfern gesprochen wird, dann können damit nur die Kinder gemeint sein. Wer sich selbst tötet, kann nicht Opfer sein.
Bei der Klärung solcher Fragen und den Fragen zu den Vorgängen im Frühjahr des Jahres 1945, reicht es nicht aus, dass sich eine selbsternannte „Arbeitsgruppe“ für „zuständig“ erklärt. Auch wenn man die Mehrheit im Stadtparlament besitzt, heißt das noch lange nicht, dass hier selbstständig geplant und man sich selbst die „Zuständigkeit“ bescheinigen kann.
 
Wenn sich eine solche Gruppe zusammensetzt, dann sollten Menschen dabei sein, die wenigstens über einen minimalen historischen Hintergrund verfügen. Das wäre das Mindeste, was man von einer solchen Arbeitsgruppe verlangen kann. Mitglied einer politischen Partei reicht da nicht aus, auch dann nicht, wenn in dieser Stadt Demmin alle wichtigen Schaltstellen mit CDU-Mitgliedern besetzt sind.
 
Wenn Herr Tabbert als Fraktionsvorsitzender der UWG den Vorschlag macht, man denke jetzt an einen neuen Gedenkort mit Blick auf die Fischerinsel, der mit Blumenrabatten, blühenden Sträuchern und mehreren Sitzbänken möglichst bunt und einladend werden soll, dann muss man fragen, was unterscheidet denn diese Idee von der des IVD, dessen Mitglieder vor drei Wochen das Resonanzfeld (übrigens auch mit Bänken versehen) mit neuen Tulpenzwiebeln bepflanzt hatten?
Dieser bereits vorhandene und künstlerisch gestaltete Gedenkort hat den Vorteil, dass er nicht, wie der jetzt von der Demminer GroKo aus CDU/UWG/FDP angedachte Ort, historisch belastet ist.
Der neue Platz, der nun dichter an das Hanseviertel rücken soll, macht die Ignoranz der Arbeitsgruppe vor historischen Vorgängen überdeutlich. Da ist die Historie Wurscht, die UWG will einen Platz, weil man sich das so ausgedacht hat.
Dabei ist den Mitplanern um Herrn Tabbert entgangen, dass man sich dort nicht das Leben genommen hat, weil alle Brücken gesprengt waren und man gar nicht auf diese angedachte Seite kam.
 
Selbst wenn Herr Tabbert ziemlich fragwürdig argumentiert, dass die von einigen Seiten geforderte vollständige wissenschaftliche Aufarbeitung des Massensuizids seiner Meinung nach nicht Sinn und Zweck einer Erinnerungsstätte sei, dann sollten die Mitglieder der „zuständigen Arbeitsgruppe“ wenigstens wissen, auf welchem historisch belasteten Gebiet sie sich bewegen.
Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass Karl Schlösser begeistert wäre, seine Bilder auf diesem Platz zu sehen, auf dem zu Hitlers Geburtstag am 20. April 1933 eine „Hitler-Eiche“ gepflanzt und der Platz selbst nach dem Popstar der Nazis „Horst-Wessel“ benannt wurde?  
Will diese Arbeitsgruppe den Rechten zukünftig wirklich diesen Platz als Podium für ihren alljährlichen Mummenschanz anbieten? Na dann: „Die Fahne hoch . . . “

@wholst 22.12.19
Wird jetzt die Namensgebung für
einen kleinen Weg zum Politikum?
 
Die Wählergruppe Interessenverbund "Wir alle sind Demmin“ hatte nach dem Tod von Georg Wagner den Antrag gestellt, einem kleinen namenlosen Weg seinen Namen zu geben. Ein kleiner Weg?
Nicht das es jetzt nach der Antragstellung spannend werden würde, aber höchst interessant.
Es ist schon bezeichnend, wenn der Stellvertreter(CDU) des Bauamt-Leiters sich öffentlich zu einer Frage äußert, deren Lösung man eher im politischen Raum erwartet hätte und, quasi durch die Hintertür, sein Missfallen formuliert.
Diese Steilvorlage ruft nun wiederum die Fraktionsvorsitzende der AfD auf den Plan, um fast Wortgleich gegen den Vorschlag des IVD zu opponieren, während der „Fraktionsgeschäftsführer“ dieser Fraktion ihn bei Facebook einen „wichtigtuerischen Antrag“ nennt.
Dabei liegt es auch schon nahe, wie sich die ehemaligen „Linken“, die UWG dazu positionieren, saß man doch schon im Kreis mit jener Partei auf einer gemeinsamen Bank.
 
Wichtiger wäre aber schon zu erfahren, wie sich jetzt die CDU zu einer rechtspopulistischen, in Teilen sogar rechtsextremen politischen Partei verhält.   
Sicher alles nicht so schlimm, wird man in Demminer Stadtparlament sagen. Wir machen hier ja bloß Politik für die Stadt, da spielt die große Politik und das Parteiprogramm der AfD keine Rolle.
So dumm könnte man natürlich argumentieren, aber nicht hier in Demmin, nicht nach den ganzen früheren und historischen Erfahrungen, die in dieser Stadt gemacht wurden und schon gar nicht nach dem Gebrüll der Pegidamassen in Sachsen und Thüringen, wo Teile der AfD mitmarschierten, bei dem Versuch die Pressefreiheit außer Kraft zu setzen.
 
„Lügenpresse“! Auch für dieses Schimpfwort, vorrangig von rechtsextremen und rechtspopulistischen, völkischen Kreisen benutzt, steht die AfD und genau darum will die IVD diesen Weg nach einem Journalisten benennen, auch wenn der fast 30 Jahre „nur“ seine Arbeit gemacht hat. Und jetzt stellt sich mir die Frage, wie hätte Georg Wagner über diese Vorgänge berichtet?

 @wholst 20.08.2019
Nachgedanken
In den letzten Wochen, seit dem Bekanntwerden des Todes von Georg Wagner gab es viele Beileidsbekundungen in der Demminer Zeitung.
Viele Menschen haben sich zu seinem frühen Tod geäußert und ihm viele Adjektive verliehen, die Georg Wagner besonders, aber eben für jeden verschieden, auszeichneten.
Er sei menschlich gewesen, Mitglieder seines Segelvereins kannten ihn als hilfsbereit. Andere wieder erinnerten sich seiner Einfühlsamkeit, nannten ihn scharfsichtig und integer.
Bei allem darf man sicher, wie G. Nikelski sagen, dass er objektiv, blitzgescheit und unbestechlich war. Alles in allem ein Mensch, der trotz seiner großen Bescheidenheit einer war, an den man erinnern muss.
Nicht wegen der ganzen vorgenannten Adjektive, nicht wegen seines tiefen achtersinnigen Humors, der in seinen Beiträgen zu „Ganz nebenbei“ deutlich wurde und nicht wegen seiner geistreichen Art, Berichte zu schreiben, sondern weil er siebenundzwanzig Jahre lang,  mit seinen Beiträgen auch die Demokratie in Demmin verankert hat. Er hat Demokratie geschrieben. Etwas was drei Jahre nach der Wende ein nicht ganz so intensiv erklärter Begriff war. Er hat Aufbauarbeit geleistet, wie an dieser Stelle geschrieben wurde. Genau deswegen hat Georg Wagner verdient, dass man an ihn erinnert, auch wenn er in seiner Bescheidenheit sich vielleicht dagegen gewehrt hätte.

Und die Form des Erinnerns, die entscheidet nicht die Verwaltung Demmins, sondern wie der stellvertretende Leiter des Bauamtes Thomas Engler (CDU) deutlich macht, die, die dafür zuständig sind und sicher meint er damit die Mitglieder des ganz demokratisch gewählten Stadtparlaments. Und sollte es im Stadtsäckel am Geld für zwei kleine Schilder fehlen, die einen guten Journalisten ehren, dann bin ich mir sicher, dass es in dieser Stadt genügend Menschen gibt, die diese Kosten gerne übernehmen.

@wholst 30.07.2019
"Wir alle sind Demmin"
KONTAKTE
Karsten Behrens
Vorsitzender
Mobil:  0177 8233050
Mailkontakt
kontakt@interessenverbund-ivd.de
Zurück zum Seiteninhalt