Politik - interessenverbund-ivd

Interessenverbund-IVD

"WIR ALLE SIND DEMMIN"

Direkt zum Seiteninhalt
Wird jetzt die Namensgebung für einen kleinen Weg zum Politikum?
 
Die Wählergruppe Interessenverbund "Wir alle sind Demmin“ hatte nach dem Tod von Georg Wagner den Antrag gestellt, einem kleinen namenlosen Weg seinen Namen zu geben. Ein kleiner Weg?
Nicht das es jetzt nach der Antragstellung spannend werden würde, aber höchst interessant.
Es ist schon bezeichnend, wenn der Stellvertreter(CDU) des Bauamt-Leiters sich öffentlich zu einer Frage äußert, deren Lösung man eher im politischen Raum erwartet hätte und, quasi durch die Hintertür, sein Missfallen formuliert.
Diese Steilvorlage ruft nun wiederum die Fraktionsvorsitzende der AfD auf den Plan, um fast Wortgleich gegen den Vorschlag des IVD zu opponieren, während der „Fraktionsgeschäftsführer“ dieser Fraktion ihn bei Facebook einen „wichtigtuerischen Antrag“ nennt.
Dabei liegt es auch schon nahe, wie sich die ehemaligen „Linken“, die UWG dazu positionieren, saß man doch schon im Kreis mit jener Partei auf einer gemeinsamen Bank.
 
Wichtiger wäre aber schon zu erfahren, wie sich jetzt die CDU zu einer rechtspopulistischen, in Teilen sogar rechtsextremen politischen Partei verhält.  
Sicher alles nicht so schlimm, wird man in Demminer Stadtparlament sagen. Wir machen hier ja bloß Politik für die Stadt, da spielt die große Politik und das Parteiprogramm der AfD keine Rolle.
So dumm könnte man natürlich argumentieren, aber nicht hier in Demmin, nicht nach den ganzen früheren und historischen Erfahrungen, die in dieser Stadt gemacht wurden und schon gar nicht nach dem Gebrüll der Pegidamassen in Sachsen und Thüringen, wo Teile der AfD mitmarschierten bei dem Versuch, die Pressefreiheit außer Kraft zu setzen.
 
„Lügenpresse“! Auch für dieses Schimpfwort, vorrangig von rechtsextremen und rechtspopulistischen, völkischen Kreisen benutzt, steht die AfD und genau darum will die IVD diesen Weg nach einem Journalisten benennen, auch wenn der fast 30 Jahre „nur“ seine Arbeit gemacht hat. Und jetzt stellt sich mir die Frage, wie hätte Georg Wagner über diese Vorgänge berichtet?

 @wholst 20.08.2019
Nachgedanken
In den letzten Wochen, seit dem Bekanntwerden des Todes von Georg Wagner gab es viele Beileidsbekundungen in der Demminer Zeitung.
Viele Menschen haben sich zu seinem frühen Tod geäußert und ihm viele Adjektive verliehen, die Georg Wagner besonders, aber eben für jeden verschieden, auszeichneten.
Er sei menschlich gewesen, Mitglieder seines Segelvereins kannten ihn als hilfsbereit. Andere wieder erinnerten sich seiner Einfühlsamkeit, nannten ihn scharfsichtig und integer.
Bei allem darf man sicher, wie G. Nikelski sagen, dass er objektiv, blitzgescheit und unbestechlich war.
Alles in allem ein Mensch, der trotz seiner großen Bescheidenheit einer war, an den man erinnern muss.
Nicht wegen der ganzen vorgenannten Adjektive, nicht wegen seines tiefen achtersinnigen Humors, der in seinen Beiträgen zu „Ganz nebenbei“ deutlich wurde und nicht wegen seiner geistreichen Art, Berichte zu schreiben, sondern weil er siebenundzwanzig Jahre lang,  mit seinen Beiträgen auch die Demokratie in Demmin verankert hat. Er hat Demokratie geschrieben. Etwas was drei Jahre nach der Wende ein nicht ganz so intensiv erklärter Begriff war. Er hat Aufbauarbeit geleistet, wie an dieser Stelle geschrieben wurde. Genau deswegen hat Georg Wagner verdient, dass man an ihn erinnert, auch wenn er in seiner Bescheidenheit sich vielleicht dagegen gewehrt hätte.

Und die Form des Erinnerns, die entscheidet nicht die Verwaltung Demmins, sondern wie der stellvertretende Leiter des Bauamtes Thomas Engler (CDU) deutlich macht, die, die dafür zuständig sind und sicher meint er damit die Mitglieder des ganz demokratisch gewählten Stadtparlaments. Und sollte es im Stadtsäckel am Geld für zwei kleine Schilder fehlen, die einen guten Journalisten ehren, dann bin ich mir sicher, dass es in dieser Stadt genügend Menschen gibt, die diese Kosten gerne übernehmen.

@wholst 30.07.2019
Weil er es verdient hat!

Mit Trauer und großer Betroffenheit haben nicht nur die Leser der Demminer Zeitung vom Ableben des Chefredakteurs Georg Wagner erfahren. Mit seinem Tod verlor die Redaktion einen anerkannten Berufskollegen und die Region einen großen Kenner insbesondere auch der Demminer Kommunalpolitik und einen herausragenden Reporter.
Fast 27 Jahre lang hat Georg Wagner dem NordKurier und der Demminer Zeitung ein höchst demokratisches, menschliches und lesenswertes Gesicht verliehen.
 
Im Wissen um das Schaffen Georg Wagners und aus unserer Trauer heraus ist der Wunsch entstanden, einen Ort zu schaffen, der an Georg Wagner erinnert. Dabei wollen wir kein Denkmal errichten und keine Umbenennung eines vorhandenen Straßennamens.
  
Wir - die Mitglieder des IVD und die Fraktion des Interessenverbundes "Wir alle sind Demmin" beantragen hiermit die Namenvergebung "Georg-Wagner (Weg)“ an eine Örtlichkeit innerhalb der Hansestadt Demmin.
  
Als infrage kommenden Ort möchten wir den sogenannten "Beamtengang" - den Verbindungsweg zwischen der Südmauer und dem Hanse-Ufer vorschlagen.
  
Für einen weiteren Informationsaustausch stehen wir selbstverständlich zur Verfügung und erhoffen uns eine Wortmeldung am Tag der Gedenkfeier am 30. Juli 2019 im Hotel Trebeltal.


Text: Karsten Behrens, Foto:W. Holst (1.April 2019 vor dem Berliner Speicher, Demmin)
KONTAKTE
Kerstin Lenz
Vorsitzende
Randow 15
17109 Demmin
Telefon:  03998 - 201826
Mobil:     0171 483 90 12
Mailkontakt
kontakt@interessenverbund-ivd.de
"Wir alle sind Demmin"
Kerstin Lenz
Vorsitzende
Randow 15
17109 Demmin
Telefon:  03998 - 201826
Mobil:     0171 483 90 12
Mailkontakt
kontakt@interessenverbund-ivd.de
Zurück zum Seiteninhalt